Tipps vom Gartler für Gartler

Garten im Winter

Manchmal ist es zum Verzweifeln. Warum blüht und gedeiht bei mir diese Pflanze nicht so richtig, denkt sich so mancher Gartler. Schauen Sie doch mal in unsere Gartentipps rein. Da ist bestimmt etwas dabei, das Ihren Garten noch schöner oder fruchtbarer werden lässt und bei Ihnen einen "Aha -Effekt" auslöst. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und mit Ihrem Garten.

 

weitere Gartentipps: 

Der praktische  Gartenratgeber www.gartenratgeber.de

 

Natur im Garten www.NaturimGarten.at

 

 

Richtiges Gießen im Gemüsegarten

Reines Wasser wird immer kostbarer. Deshalb ist „richtiges Gießen“ sehr wichtig im Nutzgarten. Durch pflanzengerechtes Gießen, sammeln von Regenwasser und Vermeidung von Wasserverlusten werden Umwelt und Geldbeutel geschont. Hier ein paar Tipps:

 

Möglichst selten, aber durchdringend gießen

Mit 1 l Wasser je m² Fläche wird ca. eine 1 cm dicke Bodenschicht durchfeuchtet. Weil sich die Hauptwurzelzone der meisten Gemüsesorten in einer Tiefe von 10-30 cm befindet, sollte eine Gießwassergabe mindestens 10-20 Liter pro m² betragen. Nach hohen Wassergaben sollte eine Gießpause von 2-3 Tagen eingehalten werden, denn der Boden kann 20-40 Liter in einer Schichthöhe von 20 cm speichern.  Bei zu geringer Gießmenge verdunstet das Wasser an der Bodenoberfläche und man „erzieht“ die Pflanzen zu Flachwurzlern, die eine kurze Trockenperiode meistens nicht ohne Schaden überstehen können

 

Zum Gießen den kühlen Morgen nutzen

Abendliches Gießen lockt Schnecken an. Der warme Boden fördert die Verdunstungsverluste und das kalte Wasser schockt die erhitzten Pflanzen. Feuchte Blätter, die nicht mehr abtrocknen können, sind durch Pilzkrankheiten Fäulniserreger besonders gefährdet.

 

Hacken und Mulchen spart beim Wassersparen

In unbearbeiteten und oberflächlich verkrusteten Böden bildet sich ein feines Röhrensystem aus Kapillaren, in denen das Wasser aus tieferen Bodenschichten aufsteigt und verdampft. Bei heißem, windigem Wetter können bis zu 6 Liter pro m² täglich verdunsten. Oberflächiges Hacken schafft eine dünne Schicht aus gröberen Bodenkrümeln, die nur wenig Kontaktfläche untereinander haben und deshalb wie eine Dampfsperre wirken. Eine Unterbrechung des Röhrensystems verhindert sehr wirkungsvoll übermäßige Verdunstungsverluste.

Weil viele Kulturpflanzen die Konkurrenz von Wildkräutern nicht vertragen, kann man den Boden mit abgestorbenen Pflanzenresten bedecken. Eine solche Mulchschicht aus Rasenschnitt, Laub oder gehäckseltem Stroh verhindern die Wasserverluste der im Röhrensystem aufsteigenden Bodenwasserreserven. Auch unter einer sparsamen Mulchschicht bleibt die Bodenfeuchtigkeit gleichmäßig erhalten. Sie sollte so dünn sein, dass der Boden gerade ausreichend bedeckt wird und die Schnecken fernbleiben.

In unserem Lehrgarten bei Marschall haben wir einen Gemüsegarten angelegt, der gerne besichtigt werden kann.  Kommen Sie doch einfach zu unserem nächsten Gartlertreff am Montag, 1. August um 18 Uhr vorbei. Hier werden Erfahrungen mit anderen Gartlern ausgetauscht und der eine oder andere Tipp für eine reichhaltige Ernte kann weitergegeben werden.

 

 

Katharina Gallner

Hilfe! Der Buchsbaumzünsler ist da

Seit einigen Jahren treibt der Buchsbaumzünsler bei uns im Landkreis sein Unwesen. Jedes Jahr habe ich mich gefreut, weil meine doch mittlerweile vielen Buchsbäume im Garten nicht betroffen waren. Aber dieses Frühjahr hat es auch mich bzw. meine Buchsbäume erwischt. Er ist angekommen und bringt mich, wie so viele anderen stolzen Buchsbaumbesitzer zur Verzweiflung. Jetzt ist schnelles Handeln angesagt. Glücklicherweise habe ich bei unserer Jahreshauptversammlung unserem Vorstand Andreas Ringk bei seinem Vortrag zum Thema „Buchsbaumzünsler“ genau zugehört und weiß jetzt, was zu tun ist. Hier eine kleine Zusammenfassung:

Der Buchsbaumzünsler (lat. Cydalima perspectalis) ist ein Schädling, der Buchsbäume befällt und diese vollständig zerstören kann. Er wurde aus Asien eingeschleppt. Der Nachtfalter legt seine Eier an den äußeren Blättern des Buchsbaums ab. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich zu bis zu 5 cm langen, grün schwarz gepunkteten Raupen entwickeln. Bekämpft man die Raupen des Buchsbaumzünslers nicht, fressen sie sich im Buchsbaum von Innen nach Außen. Einen Buchsbaumzünsler Befall erkennt man an abgestorbenen Ästen, bräunliche Färbung der Blätter, sowie an weißen Gespinsten im Buchsbaum. In Mitteleuropa tritt der Buchsbaumzünsler zwischen März und Oktober mit zwei bis drei Generationen pro Jahr auf.

Leider gibt es noch nicht viele natürliche Feinde. Anscheinend haben aber Sperlinge, Kohlmeisen und Wespen den Buchbaumzünsler neu auf ihren Speiseplan dazu genommen.

Wenn man seine Buchsbäume retten möchte, dann empfiehlt sich Folgendes:

·       Buchsbäume zwischen März und Oktober regelmäßig auf einen Befall kontrollieren.

·       Absammeln der Raupen per Hand,

·       Rückschnitt,

·       Stärkung der Pflanze durch Düngung und/oder EM,

·       Spritzung mit Bacillus thuringiensis.

Ich hoffe, wir alle können unsere Buchsbäume retten. Viel Erfolg. Teilt doch Eure Erfahrungen beim nächsten Gartlertreff mit. Dieser findet am Montag, 4. Juli 2022 ab 18 Uhr im Lehrgarten bei Marschall statt. Wir freuen uns auf Dein Kommen.

 

 

Katharina Gallner

Tomatenanbau im Hausgarten

Die aus Mittel- und Südamerika stammende Tomate hat einen festen Platz in unserem Speiseplan erobert. Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 18 kg gehört sie zum beliebtesten Gemüse in Deutschland. Kein Wunder, dass der Tomatenanbau auch im Hausgarten einen sehr hohen Stellenwert einnimmt.

Hier ein paar Tipps, damit man viel Freude mit seinen Pflanzen und im Herbst eine reiche Ernte einfahren kann

Anbau Balkon und Terrasse

Tomaten bieten neben herkömmlichen Anbaumethoden die Möglichkeit, als Balkongemüse kultiviert zu werden. Als Pflanzgefäße eignen sich Töpfe aus Ton, Holz oder Kunststoff. Auf ausreichende Wasserabzugslöcher oder Überlaufmöglichkeiten bei Wasserspeichergefäßen ist besonders zu achten, damit nach Niederschlägen oder zu starkem Gießen keine Staunässe auftreten kann. Die Gefäße sollten lieber zu groß als zu knapp gewählt werden, denn Tomatenpflanzen brauchen für einen guten Ertrag einen ausreichenden Wurzelraum. Auch die Standfestigkeit hochwachsender Pflanzen lässt sich dadurch verbessern. Tomaten gehören zu den stark zehrenden Gemüsearten und brauchen Pflanzerde mit 2-3 g Volldünger pro Liter Substrat. Nach dem Einwachsen muss regelmäßig nachgedüngt werden.

 

Anbau Beet

Bei der Pflanzung im Beet muss die Bodentemperatur zum Pflanztermin mindestens 15 °C betragen, dies wird meist Mitte Mai erreicht. Nach einer tiefgründigen Lockerung und der Ausbringung von etwa 3 Liter Kompost pro m² werden die Tomatenpflanzen nur so tief eingesetzt, dass vom Topfballen noch etwa 1/3 aus dem Boden ragt, dies verringert die Gefahr von Stängelgrundfäulen. Pro m² reichen ca. 3 Pflanzen, das ergibt einen Pflanzabstand von etwa 80 cm x 40 cm.

 

Geschützter Anbau

Den sichersten und höchsten Ertrag bietet der sog. geschützte Anbau im Kleingewächshaus. Hier muss an heißen Sommertagen auf eine ausreichende Lüftungsmöglichkeit geachtet werden, da die Temperatur im Gewächshaus 30 °C nicht dauerhaft übersteigen soll.

 

Kulturmaßnahmen

Da man Tomaten durchaus mannshoch kultiviert, die Pflanzen aber keine eigenen Kletterorgane haben, müssen sie an Drähten, Holzstäben oder Spiralstangen aus Metall befestigt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass man die Stängel nicht verletzt und das Bindematerial nicht in den Stängel einwächst. Nach dem Binden erfordern Stabtomaten im eintriebigen Anbau im Gegensatz zum mehrtriebigen oder zu den Buschtomaten noch eine weitere Kulturmaßnahme: Das Entgeizen. Hierbei werden regelmäßig die aus den Blattachseln wachsenden Seitentriebe im jungen Stadium mit den Fingernägeln abgeknipst. Zusätzliche Pflegearbeiten sind die Entfernung der bodennahmen Laubblätter bis zum ersten Fruchtansatz, um von unten her sich ausbreitende Pilzkrankheiten einzudämmen, und das Ausbrechen von überzähligen Blütenständen. Letzteres deswegen, da unter unseren Klimabedingungen die Früchte von nur ca. 5-6 Wickeln zur Ausreife kommen.

Beim Gießen sollte man vermeiden, die Pflanze selbst zu befeuchten, um Krankheiten keinen Vorschub zu leisten. Bester Zeitpunkt zum Gießen ist der frühe Morgen.

 

 

Besuchen Sie uns doch auf dem Pflanzlmarkt, am 7. Mai auf dem Marktplatz in Holzkirchen. Da bieten wir unter anderem auch wieder Gemüsepflanzen der Gärtnerei Weber an. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Bodengesundheit erhalten und fördern

An einem herrlichen und warmen Frühlingstag freut sich der Gemüsegartler darauf, seine Beete für die Aussaat herzurichten. Endlich geht es wieder los. Damit die Ernteerträge aber stimmen, bedarf es auch einer gewissen Planung und Kenntnis über den Erhalt der Bodengesundheit. Hierzu möchten wir einen kleinen Überblick geben.

Der Boden ist ein komplexes System aus mineralischer und organischer Substanz, Bakterien, Algen, Pilzen und Tieren. Im Folgenden wird gezeigt, wie man den Gartenboden mit naturgemäßen Methoden pflegen und seine Fruchtbarkeit erhöhen kann. Dafür steht eine Reihe von Maßnahmen zur Verfügung wie die Einarbeitung von Ernterückständen, das Aufbringen von Mulchschichten, der Einsatz von Kompost, die Berücksichtigung eines geeigneten Fruchtwechsels, der Anbau von Gründüngungspflanzen und die Verwendung von Gesteinsmehl. Die dafür notwendige Bodenbearbeitung sollte möglichst schonend, d.h. nur oberflächlich erfolgen.

Eine Mulchdecke aus organischem Material ist der beste Schutz gegen extreme Temperaturschwankungen, Verschlämmung, Austrocknung sowie Erosion durch Wind und Wasser. Als Mulchmaterial geeignet sind Ernterückstände, Grasschnitt und Laub.

Über Kompost erhält der Boden viel von dem zurück, was durch die Ernte entnommen wurde. Es ist gleichzeitig Dünger und Bodenverbesserungsmittel, da er Nährstoffe und wertvolle Humussubstanzen enthält. Eine jährliche Gabe von 2-3 Litern pro m² am besten vor Kulturbeginn im Frühjahr deckt den durchschnittlichen Bedarf der meisten Gartenpflanzen an fast allen Haupt- und Spurennährstoffen. Eine Stickstoff- Ergänzungsdüngung ist nicht unbedingt notwendig, aber starkzehrende Pflanzen reagieren dankbar darauf. Je frischer der Kompost ist, desto flacher wird er in die Bodenkrume eingemischt, aber niemals vergraben, denn die an den weiteren Reifungsprozessen beteiligten Bodenorganismen benötigen Sauerstoff.

Die meisten miteinander verwandten Gemüsearten sind aufgrund ihrer Wurzelausscheidungen als Nachbar und im Nachbau unverträglich. Werden wiederholt Gemüse aus der gleichen Familie auf demselben Beet kultiviert, können sich Krankheiten auf diese ausbreiten und Schädlinge vermehrt ausbreiten. Die Kenntnis der Zugehörigkeit einer Pflanze zu einer bestimmten botanischen Familie ist für den Anbauerfolg entscheidend.

 

 

Weitere Informationen zu diesen oder anderen Gartenthemen erhalten Sie beim Gartenbauverein Holzkirchen. Kommen Sie doch einfach mal zu unseren Gartlertreffs in den Lehrgarten bei Marschall. Der nächste findet am Montag, 02.05.22 ab 18 Uhr statt. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Gemüsegarten im Frühjahr

Der Anbau von eigenem Gemüse liegt voll im Trend, egal ob im Beet oder auf dem Balkon. Selbst in Blumenkästen lassen sich Salate, Kräuter und Radieschen anbauen. Welche Gemüseart im Beet angebaut wird, hängt von mehreren Faktoren ab: Wie groß ist die zur Verfügung stehende Fläche? Wie sind die Standortbedingungen? Wieviel Zeit kann in die Pflege investiert werden? Und – vielleicht die wichtigste Überlegung: Was sind meine Gemüsevorlieben und die meiner Mitesser? Hat man sich dann für bestimmte Gemüsearten entschieden, taucht die Frage auf, wieviel Fläche notwendig ist, um das gewünschte Gemüse anzubauen und mit welchen Erntemengen durchschnittlich zu rechnen ist.

Für eine fast vollständige Gemüse-Selbstversorgung benötigt ein Hausgärtner ca. 60 m² pro Person, was für einen 4-Personen-Haushalt rund 250 m² wären. Für die Mehrzahl der Gemüsegärtner wird das Gemüsebeet aufgrund der verfügbaren Größe und der für die Bewirtschaftung aufgewendeten Zeit eher eine schmackhafte und willkommene Zusatzversorgung darstellen, die aber in jedem Fall lohnenswert ist.

Neben der Sortenwahl und einer guten Versorgung der Pflanzen (u.a. durch Bodenpflege, Wasser- und Nährstoffversorgung), ist eine durchdachte Anbauplanung die Voraussetzung für eine ertragreiche Ernte. Die Beete werden mehrfach im Jahr belegt, schnellwachsende Arten/Sorten werden vor oder nach den Hauptkulturen gepflanzt.

Begonnen wird im März / April mit Radieschen, Möhren, Spinat, Lauch, Kohlrabi und verschiedenen Salaten. Die Beete werden locker mit einem Verfrühungsvlies abgedeckt, die Ränder werden mit Brettern bzw. Steinen beschwert.  Gegossen wird am besten morgens. Sobald die Temperaturen deutlich ansteigen (meist Ende Mai), muss das Vlies wieder entfernt werden. Das Abnehmen sollte bei trüben Wetter erfolgen, sonst kann es zu Blattflecken durch Sonnenbrand kommen.

Im Mai folgt das Pflanzen von Broccoli, Fenchel, Mangold, Kohl, Kartoffel, Zwiebel, Bohnen, etc. Mit der Auspflanzung von Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis und Paprika sollte auf alle Fälle bis nach den Eisheiligen abgewartet werden, da diese Arten sehr frostempfindlich sind.

Für den kleinen Garten sind Gemüsearten mit geringem Platzbedarf, hohem Ertrag und/oder keiner allzu langen Kulturdauer empfehlenswert, wodurch Beete mehrfach belegt werden können. Geeignet sind z. B. Erbsen, Feldsalat, Knoblauch, Pflücksalat, Radieschen, Spinat und Kohlrabi. Gewürzkräuter, die man täglich in der Küche verwendet, sollten keinesfalls fehlen. Durch Rankhilfen / Gestelle für Gurken und Zucchini lässt sich zusätzliche Anbaufläche gewinnen.

 

Alle Interessenten sind recht herzlich zum Gartlertreff im Lehrgarten vom Gartenbauverein Holzkirchen eingeladen. Wir treffen uns jeden 1. Montag im Monat zum Informations-austausch. Gerne können unsere Gemüsebeete, Hochbeete und Komposthaufen besich-tigt werden. Der 1. Gartlertreff in 2021 findet am 3. Mai ab 18 Uhr statt. Der Lehrgarten befindet sich in Marschall, neben den Salzsilos (zukünftiger Bauhof).

„Grünes Licht“ für Gurke und Tomate

Wie schon im Artikel "Gemüsegaren im Frühjahr" erwähnt, sind die berühmten „Eisheiligen“ im Mai in der Holzkirchner Gegend ein wichtiger Termin für alle Gärtner. Vom 12. bis 15. Mai regieren die Heiligen, die Herren Pakratius, Servatius und Bonifatius, die in der kalten Sophie eine frostige Begleiterin haben. Die vier stellen sich mit erstaunlicher Regelmäßigkeit alljährlich ein und so empfiehlt es sich, den 15. Mai abzuwarten, ehe man frostempfindliche Gewächse ins Freie sät oder pflanzt.

Danach gibt es dann „grünes Licht“ für alle Pflanzen, vor allem auch für Tomaten, Bohnen, Gurken und Kürbis sowie für die Kräuter Baldrian, Bohnenkraut und Basilikum. Wird letzteres direkt zwischen die Gurken gepflanzt, bleiben diese weitgehend vor Mehltau geschützt. Bohnenkraut sollte man direkt neben oder zwischen die Busch- und Stangenbohnen säen, es schützt sie vor der schwarzen Bohnenlaus.

Stangenbohnen und Gurken sind ideale Partner, denn die Gurken brauchen warme, wassergesättigte Luft und finden diese Bedingungen im Windschutz der Stangenbohnen. Die Reihen der Stangen müssen aber mindestens zwei Meter, besser noch weiter voneinander entfernt sein. Tomaten, obwohl sie auch Windschutz spenden, sind erfahrungsgemäß schlechte Nachbarn für Gurken. Auch Rettich muss möglichst von Gurken ferngehalten werden.

Gurken und auch Bohnen verlangen warme Böden. Deshalb sollte man, auch wenn der Mai schon fortgeschritten ist, bei kaltem und nassem Boden keine Bohnen legen. Das Wachstum wird verzögert und Krankheitserreger und Schädlinge haben Zeit, junge Pflanzen zu zerstören. Ist dagegen der Boden warm, wachsen die Bohnen den Schädlingen förmlich davon.

Tomaten sind besonders beliebte Kübelpflanzen für Balkone oder Terrassen. Hierbei sollte beachtet werden, dass der Topf lieber zu groß als zu klein gewählt wird, denn Tomatenpflanzen brauchen für einen guten Ertrag einen großen Wurzelraum. Gefäße ab 15 Liter sind geeignet. Auf ausreichende Wasserabzugslöcher oder Überlaufmöglichkeiten bei Wasserspeichergefäßen ist besonders zu achten, damit nach Niederschlägen oder zu starkem Gießen keine Staunässe auftreten kann. Gemüse in Gefäßen benötigt generell ein gutes Substrat. Am besten verwendet man spezielle Pflanzerde, die mit 2-3 gr. Volldünger pro Liter besser aufgedüngt wie Aussaaterde ist. Bei stark zehrenden Gemüsearten wie die Tomaten reicht diese Vorratsdüngung aber für die gesamte Kulturdauer nicht aus. Nach dem Einwachsen muss regelmäßig nachgedüngt werden.

Da Tomaten keine eigenen Kletterorgane haben, müssen sie an Drähten, Holzstäben oder Spiralstangen aus Metall befestigt werden. Dabei ist zu beachten, dass man die Stängel nicht verletzt und das Bindematerial nicht in den Stängel einwächst.

Neben dem Binden erfordern Stabtomaten im eintriebigen Anbau im Gegensatz zum mehrtriebigen oder zu den Buschtomaten noch eine weitere Kulturmaßnahme: das Entgeizen. Hierbei werden regelmäßig die aus den Blattachseln wachsenden Seitentriebe im jungen Stadium mit den Fingernägeln abgeknipst. Zusätzliche Pflegemaßnahmen sind das Entfernen der bodennahmen Laubblätter bis zum ersten Fruchtansatz, um sich von unten ausbreitenden Pilzkrankheiten einzudämmen, und das Ausbrechen von überzähligen Blütenständen. Letzteres deswegen, weil unter unseren Klimabedingungen nur 5-6 Wickeln (Blüten- und Fruchtstände der Tomaten) zur Ausreife kommen. Beim Gießen sollte man vermeiden, die Pflanzen selbst zu befeuchten, um Krankheiten keinen Vorschub zu leisten. Bester Zeitpunkt zum Gießen ist der frühe Morgen. Und im späten Sommer kann man sich über leckere und gesunde Tomaten aus dem eigenen Anbau freuen. Übrigens sollten nicht ausgereifte Früchte in Zeitungspapier gewickelt und an einen warmen Ort gelegt werden. Dann können sie wunderbar nachreifen.

Was tun bei Buchsbaumzünsler und Buchsbaumtriebsterben

von Andreas Ringk, Gartenbauverein Holzkirchen

 

Bei Befall Ihres Buchsbaums durch Buchsbaumzünsler oder/und Buchsbaumtriebsterben (Buchsbaumpilz) ist Rodung nicht unbedingt das einzige Mittel! Denn manche Exemplare hat man schon ewig und haben schon eine ansehnliche Größe. Ärgerlich ist dann ein Befall durch den Zünsler oder den Pilz. Es lohnt sich deshalb, folgende Maßnahmen in Betracht zu ziehen:

 

Zunächst sollte man, wenn der Buchs offensichtlich krank ist, prüfen, was für ein Befall vorliegt.

 

Buchsbaumzünsler verursachen Fraßschäden hauptsächlich an Blättern, aber auch an Trieben. Von den Blättern bleiben meist nur die Mittelrippe und die Ränder stehen. Weitere Hinweise sind Gespinste (in denen sich die Raupen verstecken!) und Kotkügelchen (alte sind grau, frische sind grün!). Die Raupen selbst sind grün-schwarz gefärbt und glänzend.

 

Was kann ich tun:

 

- regelmäßiges und frühzeitiges Kontrollieren auf Raupen und Fraßschäden. Die       

  Raupen arbeiten sich meist von unten nach oben. Die Gespinste mit den Raupen

  sind meist innen zu finden, deshalb auch den Buchs innen kontrollieren!

- Absammeln der Raupen!

- Den Buchs tropfnass mit einem Raupenmittel spritzen, z.B. von Neudorff

  "Raupenfrei - Xenthari" o.ä.

- Organische Nährstoffversorgung

- Algenkalk zur Stärkung des Buchs ausbringen

 

Das häufig empfohlene Einpacken des Buchs mit Folie um die hitzeempfindlichen Raupen abzutöten, ist meines Erachtens keine gute Idee, da das nur bei kleineren Einzelexemplaren praktikabel ist und bei längerer Hitzeeinwirkung der schon geschwächte Buchs ebenfalls Schaden nehmen könnte!!!

 

Das Buchsbaumtriebsterben bzw. der Buchsbaumpilz ist meist eine Folge-erscheinung des Zünslers (wegen der verursachten Wunden!), tritt aber auch primär auf. Erkennbar an den zunächst braunschwarzen Flecken auf den Blättern, die bei stärkerem Befall abfallen. Zurück bleiben kahle Triebe, die ebenfalls absterben können.

 

Was kann ich tun:

 

- Zünsler frühzeitig bekämpfen

- gute Nährstoffversorgung (organisch düngen!!!)

- Stress vermeiden: guter Standort, guter Boden, Düngung,...

- Schnittwerkzeug desinfizieren

- bei trockenem, bedecktem Wetter schneiden

- zur Stärkung mit Algenkalk einstäuben

- bei stärkerem Befall: Spritzen mit einem geeigneten Pilzmittel z.B. Neudorff

  "Fungisan" o.ä.

 

Ist der Buchs schon fast kahl oder abgestorben, stellt sich allerdings die Frage der Rodung!!!

 

Was kann ich als Ersatz pflanzen:

 

- für kleinere Einfassungen eignet sich Ilex crenata (kleinblättrige Stechpalme) oder

  Berberis buxifolia ´Nana´ (kleinblättrige Berberitze)

 

- soll es ein größerer Ersatz sein, kann man eine Eibe pflanzen.

 

Mein "Wintergarten"

von Renate Müller, Gartenbauverein Holzkirchen

Garten im Winter

 

Jetzt beginnt die farbenarme Jahreszeit. Die Beete leeren sich, die Ernte liegt in den letzten Zügen und man schaut wehmütig in seinen kahlen Garten. Können wir den Garten nicht mal auch für den Winter gestalten?  Für Frühjahr und Sommer haben wir unendlich viele Ideen, und für den Winter?

Wir können in den Beeten einige Pflanzen stehen lassen, noch etwas Feldsalat aussäen, oder vielleicht Kresse, die noch kurz austreibt, aber nicht mehr Erntegröße erreicht. Dafür haben wir einen bedeckten Boden, der mit Raureif zauberhaft aussieht und im Frühjahr gleich als Gründungung untergearbeitet werden kann.

Große Schneehügel verraten die Stauden darunter und gestalten die Schneedecke. Sie können sich überlegen, ob sie noch alle Pflanzen wissen, die sich da verbergen.

Hatten sie Sonnenblumen, die ihre schweren Blütenteller im Regen beugen und für hungige Gäste bereitstehen? Lassen sie Samenstände stehen, damit sich die letzen Insekten darauf niederlassen können als Futter für andere. Dunkle Fruchtstände kontrastieren gut mit dem weißen Schnee. Der zusammen gebundene Schopf eines Ziergrases ergibt einen funkelnden Blickfang bei Rauhreif in der Sonne. Die Vögel und Insekten bedanken sich für einen nicht perfekt aufgeräumten Garten. Freuen sie sich über ein Stück Wintergestaltung im Garten und über das Leben das im Vorborgenen weitergeht.

Wundermittel Kapuzinerkresse

von Ernst Daller, Gartenbauverein Fischbachau

Diese schön rot oder gelb blühenden Pflanzen kann man wirklich als Wundermittel bezeichnen. Gepflanzt unter Obstbäume halten sie Ameisen und Läuse ab. Schnecken und Mäuse meiden die Kapuzinerkresse, das ist sicher eine willkommene Hilfe im Garten.

 

Die Blätter und Blüten kann man essen oder sie als Gewürz den Speisen beigeben. Der leicht scharfe Geschmack  passt gut zu Salaten und vielen Gerichten. Kapuzinerkresse ist die HEILPFLANZE 2013! Der hohe  Vitamin C Anteil und die Gulcosinolate, welche sich im Körper in Senföle umwandeln, sind  besonders bei Erkältung  und Husten wirksam. Weitere  Heilwirkungen werden in den Fachbüchern beschrieben.

Die Pflanzen sind leicht selbst zu ziehen: Den Samen in lauwarmes Wasser oder Kamillentee ca.5 Stunden einweichen dann gleich an Ort und Stelle in die Erde legen.Anspruchsvoll ist die Kapuzinerkresse nicht. Sie liebt Sonne, etwas Halbschatten geht aber auch. Die beste Zeit zur Aussaat ist ab Mitte Mai, bis Ende Juli.  Der Gartenbauverein wünscht  viel Freude und Erfolg dabei!

Richtig gießen - leicht gemacht

von Resi Krause, Gartenbauverein Irschenberg

Für das richtige Gießen gelten drei einfache Grundregeln:

- Regenwasser ist besser als Brunnen- oder Leitungswasser
- Nicht so häufig (je nach Witterung zwei- bis dreimal in der Woche),
  dafür aber kräftig und nicht nur oberflächlich wässern
- Am besten morgens und nicht abends gießen

Wenn Sie am Abend gießen, muss die Pflanze über Nacht mit den „Füßen“ im kalten Wasser stehen – was ihr nicht gut tut! Außerdem fördern Sie dadurch Schnecken und Pilze.


Standortgerecht gepflanzte Bäume und Sträucher können genügend Wasser aus dem Boden schöpfen. Und viele Kräuter und Stauden vertragen Trockenperioden – das hilft Wasser sparen. 

(aus Natur im Garten)

Die Vorstandschaft wünscht Ihnen allen ein ertragreiches, blühendes und unwetterfreies Gartenjahr und viel Freude bei unseren Veranstaltungen.

Lotusblume

Eine Blume mit Symbol- kraft auf Ihrer Terrasse.
In der Fundgrube mehr dazu.

Herzliche Einladung

zu unserer Jahresabschlussfeier

am

14. Oktober 22 um 19:30 Uhr im

Gasthof "Alte Post"

in

Holzkirchen.

ENDLICH WIEDER

Apfelfest in Gotzing

am 8. Oktober 22, von 13-18 Uhr

Neben kulinarischen Köstlichkeiten rund um den Apfel gibt's auch heuer wieder jede Menge Selbstgemachtes und ein reichhaltiges Kinderprogramm.

Die Obstpresse in Gotzing öffnet wieder!

Ab Montag 08.08.2022 werden Termine für das Obstpressen vergeben. Die Terminvergabe erfolgt von Montags bis Freitags in der Zeit von 08:00 Uhr - 12:00 Uhr unter 0174 5283890. 

Im nächsten Jahr (2023) findet in unserem Landkreis wieder der Tag der offenen Gartentür statt.

Wenn Sie Interesse haben, Ihren Garten-(konzept) anderen Gartlern vorzustellen, melden Sie sich gerne bei uns per Mail unter: 

info@gartenbauverein-holzkirchen.de oder telefonisch.

Der regelmäßige Gartlertreff im Lehrgarten startet mit dem 2. Mai 2022 und wird wieder jeden 1. Montag im Monat bis Oktober stattfinden. 

Alle Termine 2022

 im Jahresprogramm

Aktivitäten und Termine
Jahresprogramm2022.pdf
Adobe Acrobat Dokument 309.3 KB