Tipps vom Gartler für Gartler

Garten im Winter

Manchmal ist es zum Verzweifeln. Warum blüht und gedeiht bei mir diese Pflanze nicht so richtig, denkt sich so mancher Gartler. Schauen Sie doch mal in unsere Gartentipps rein. Da ist bestimmt etwas dabei, das Ihren Garten noch schöner oder fruchtbarer werden lässt und bei Ihnen einen "Aha -Effekt" auslöst. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und mit Ihrem Garten.

 

weitere Gartentipps: 

Der praktische  Gartenratgeber www.gartenratgeber.de

 

Natur im Garten www.NaturimGarten.at

 

 

Gemüsegarten im Frühjahr

Der Anbau von eigenem Gemüse liegt voll im Trend, egal ob im Beet oder auf dem Balkon. Selbst in Blumenkästen lassen sich Salate, Kräuter und Radieschen anbauen. Welche Gemüseart im Beet angebaut wird, hängt von mehreren Faktoren ab: Wie groß ist die zur Verfügung stehende Fläche? Wie sind die Standortbedingungen? Wieviel Zeit kann in die Pflege investiert werden? Und – vielleicht die wichtigste Überlegung: Was sind meine Gemüsevorlieben und die meiner Mitesser? Hat man sich dann für bestimmte Gemüsearten entschieden, taucht die Frage auf, wieviel Fläche notwendig ist, um das gewünschte Gemüse anzubauen und mit welchen Erntemengen durchschnittlich zu rechnen ist.

Für eine fast vollständige Gemüse-Selbstversorgung benötigt ein Hausgärtner ca. 60 m² pro Person, was für einen 4-Personen-Haushalt rund 250 m² wären. Für die Mehrzahl der Gemüsegärtner wird das Gemüsebeet aufgrund der verfügbaren Größe und der für die Bewirtschaftung aufgewendeten Zeit eher eine schmackhafte und willkommene Zusatzversorgung darstellen, die aber in jedem Fall lohnenswert ist.

Neben der Sortenwahl und einer guten Versorgung der Pflanzen (u.a. durch Bodenpflege, Wasser- und Nährstoffversorgung), ist eine durchdachte Anbauplanung die Voraussetzung für eine ertragreiche Ernte. Die Beete werden mehrfach im Jahr belegt, schnellwachsende Arten/Sorten werden vor oder nach den Hauptkulturen gepflanzt.

Begonnen wird im März / April mit Radieschen, Möhren, Spinat, Lauch, Kohlrabi und verschiedenen Salaten. Die Beete werden locker mit einem Verfrühungsvlies abgedeckt, die Ränder werden mit Brettern bzw. Steinen beschwert.  Gegossen wird am besten morgens. Sobald die Temperaturen deutlich ansteigen (meist Ende Mai), muss das Vlies wieder entfernt werden. Das Abnehmen sollte bei trüben Wetter erfolgen, sonst kann es zu Blattflecken durch Sonnenbrand kommen.

Im Mai folgt das Pflanzen von Broccoli, Fenchel, Mangold, Kohl, Kartoffel, Zwiebel, Bohnen, etc. Mit der Auspflanzung von Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis und Paprika sollte auf alle Fälle bis nach den Eisheiligen abgewartet werden, da diese Arten sehr frostempfindlich sind.

Für den kleinen Garten sind Gemüsearten mit geringem Platzbedarf, hohem Ertrag und/oder keiner allzu langen Kulturdauer empfehlenswert, wodurch Beete mehrfach belegt werden können. Geeignet sind z. B. Erbsen, Feldsalat, Knoblauch, Pflücksalat, Radieschen, Spinat und Kohlrabi. Gewürzkräuter, die man täglich in der Küche verwendet, sollten keinesfalls fehlen. Durch Rankhilfen / Gestelle für Gurken und Zucchini lässt sich zusätzliche Anbaufläche gewinnen.

 

Alle Interessenten sind recht herzlich zum Gartlertreff im Lehrgarten vom Gartenbauverein Holzkirchen eingeladen. Wir treffen uns jeden 1. Montag im Monat zum Informations-austausch. Gerne können unsere Gemüsebeete, Hochbeete und Komposthaufen besich-tigt werden. Der 1. Gartlertreff in 2021 findet am 3. Mai ab 18 Uhr statt. Der Lehrgarten befindet sich in Marschall, neben den Salzsilos (zukünftiger Bauhof).

„Grünes Licht“ für Gurke und Tomate

Wie schon im Artikel "Gemüsegaren im Frühjahr" erwähnt, sind die berühmten „Eisheiligen“ im Mai in der Holzkirchner Gegend ein wichtiger Termin für alle Gärtner. Vom 12. bis 15. Mai regieren die Heiligen, die Herren Pakratius, Servatius und Bonifatius, die in der kalten Sophie eine frostige Begleiterin haben. Die vier stellen sich mit erstaunlicher Regelmäßigkeit alljährlich ein und so empfiehlt es sich, den 15. Mai abzuwarten, ehe man frostempfindliche Gewächse ins Freie sät oder pflanzt.

Danach gibt es dann „grünes Licht“ für alle Pflanzen, vor allem auch für Tomaten, Bohnen, Gurken und Kürbis sowie für die Kräuter Baldrian, Bohnenkraut und Basilikum. Wird letzteres direkt zwischen die Gurken gepflanzt, bleiben diese weitgehend vor Mehltau geschützt. Bohnenkraut sollte man direkt neben oder zwischen die Busch- und Stangenbohnen säen, es schützt sie vor der schwarzen Bohnenlaus.

Stangenbohnen und Gurken sind ideale Partner, denn die Gurken brauchen warme, wassergesättigte Luft und finden diese Bedingungen im Windschutz der Stangenbohnen. Die Reihen der Stangen müssen aber mindestens zwei Meter, besser noch weiter voneinander entfernt sein. Tomaten, obwohl sie auch Windschutz spenden, sind erfahrungsgemäß schlechte Nachbarn für Gurken. Auch Rettich muss möglichst von Gurken ferngehalten werden.

Gurken und auch Bohnen verlangen warme Böden. Deshalb sollte man, auch wenn der Mai schon fortgeschritten ist, bei kaltem und nassem Boden keine Bohnen legen. Das Wachstum wird verzögert und Krankheitserreger und Schädlinge haben Zeit, junge Pflanzen zu zerstören. Ist dagegen der Boden warm, wachsen die Bohnen den Schädlingen förmlich davon.

Tomaten sind besonders beliebte Kübelpflanzen für Balkone oder Terrassen. Hierbei sollte beachtet werden, dass der Topf lieber zu groß als zu klein gewählt wird, denn Tomatenpflanzen brauchen für einen guten Ertrag einen großen Wurzelraum. Gefäße ab 15 Liter sind geeignet. Auf ausreichende Wasserabzugslöcher oder Überlaufmöglichkeiten bei Wasserspeichergefäßen ist besonders zu achten, damit nach Niederschlägen oder zu starkem Gießen keine Staunässe auftreten kann. Gemüse in Gefäßen benötigt generell ein gutes Substrat. Am besten verwendet man spezielle Pflanzerde, die mit 2-3 gr. Volldünger pro Liter besser aufgedüngt wie Aussaaterde ist. Bei stark zehrenden Gemüsearten wie die Tomaten reicht diese Vorratsdüngung aber für die gesamte Kulturdauer nicht aus. Nach dem Einwachsen muss regelmäßig nachgedüngt werden.

Da Tomaten keine eigenen Kletterorgane haben, müssen sie an Drähten, Holzstäben oder Spiralstangen aus Metall befestigt werden. Dabei ist zu beachten, dass man die Stängel nicht verletzt und das Bindematerial nicht in den Stängel einwächst.

Neben dem Binden erfordern Stabtomaten im eintriebigen Anbau im Gegensatz zum mehrtriebigen oder zu den Buschtomaten noch eine weitere Kulturmaßnahme: das Entgeizen. Hierbei werden regelmäßig die aus den Blattachseln wachsenden Seitentriebe im jungen Stadium mit den Fingernägeln abgeknipst. Zusätzliche Pflegemaßnahmen sind das Entfernen der bodennahmen Laubblätter bis zum ersten Fruchtansatz, um sich von unten ausbreitenden Pilzkrankheiten einzudämmen, und das Ausbrechen von überzähligen Blütenständen. Letzteres deswegen, weil unter unseren Klimabedingungen nur 5-6 Wickeln (Blüten- und Fruchtstände der Tomaten) zur Ausreife kommen. Beim Gießen sollte man vermeiden, die Pflanzen selbst zu befeuchten, um Krankheiten keinen Vorschub zu leisten. Bester Zeitpunkt zum Gießen ist der frühe Morgen. Und im späten Sommer kann man sich über leckere und gesunde Tomaten aus dem eigenen Anbau freuen. Übrigens sollten nicht ausgereifte Früchte in Zeitungspapier gewickelt und an einen warmen Ort gelegt werden. Dann können sie wunderbar nachreifen.

Was tun bei Buchsbaumzünsler und Buchsbaumtriebsterben

von Andreas Ringk, Gartenbauverein Holzkirchen

 

Bei Befall Ihres Buchsbaums durch Buchsbaumzünsler oder/und Buchsbaumtriebsterben (Buchsbaumpilz) ist Rodung nicht unbedingt das einzige Mittel! Denn manche Exemplare hat man schon ewig und haben schon eine ansehnliche Größe. Ärgerlich ist dann ein Befall durch den Zünsler oder den Pilz. Es lohnt sich deshalb, folgende Maßnahmen in Betracht zu ziehen:

 

Zunächst sollte man, wenn der Buchs offensichtlich krank ist, prüfen, was für ein Befall vorliegt.

 

Buchsbaumzünsler verursachen Fraßschäden hauptsächlich an Blättern, aber auch an Trieben. Von den Blättern bleiben meist nur die Mittelrippe und die Ränder stehen. Weitere Hinweise sind Gespinste (in denen sich die Raupen verstecken!) und Kotkügelchen (alte sind grau, frische sind grün!). Die Raupen selbst sind grün-schwarz gefärbt und glänzend.

 

Was kann ich tun:

 

- regelmäßiges und frühzeitiges Kontrollieren auf Raupen und Fraßschäden. Die       

  Raupen arbeiten sich meist von unten nach oben. Die Gespinste mit den Raupen

  sind meist innen zu finden, deshalb auch den Buchs innen kontrollieren!

- Absammeln der Raupen!

- Den Buchs tropfnass mit einem Raupenmittel spritzen, z.B. von Neudorff

  "Raupenfrei - Xenthari" o.ä.

- Organische Nährstoffversorgung

- Algenkalk zur Stärkung des Buchs ausbringen

 

Das häufig empfohlene Einpacken des Buchs mit Folie um die hitzeempfindlichen Raupen abzutöten, ist meines Erachtens keine gute Idee, da das nur bei kleineren Einzelexemplaren praktikabel ist und bei längerer Hitzeeinwirkung der schon geschwächte Buchs ebenfalls Schaden nehmen könnte!!!

 

Das Buchsbaumtriebsterben bzw. der Buchsbaumpilz ist meist eine Folge-erscheinung des Zünslers (wegen der verursachten Wunden!), tritt aber auch primär auf. Erkennbar an den zunächst braunschwarzen Flecken auf den Blättern, die bei stärkerem Befall abfallen. Zurück bleiben kahle Triebe, die ebenfalls absterben können.

 

Was kann ich tun:

 

- Zünsler frühzeitig bekämpfen

- gute Nährstoffversorgung (organisch düngen!!!)

- Stress vermeiden: guter Standort, guter Boden, Düngung,...

- Schnittwerkzeug desinfizieren

- bei trockenem, bedecktem Wetter schneiden

- zur Stärkung mit Algenkalk einstäuben

- bei stärkerem Befall: Spritzen mit einem geeigneten Pilzmittel z.B. Neudorff

  "Fungisan" o.ä.

 

Ist der Buchs schon fast kahl oder abgestorben, stellt sich allerdings die Frage der Rodung!!!

 

Was kann ich als Ersatz pflanzen:

 

- für kleinere Einfassungen eignet sich Ilex crenata (kleinblättrige Stechpalme) oder

  Berberis buxifolia ´Nana´ (kleinblättrige Berberitze)

 

- soll es ein größerer Ersatz sein, kann man eine Eibe pflanzen.

 

Mein "Wintergarten"

von Renate Müller, Gartenbauverein Holzkirchen

Garten im Winter

 

Jetzt beginnt die farbenarme Jahreszeit. Die Beete leeren sich, die Ernte liegt in den letzten Zügen und man schaut wehmütig in seinen kahlen Garten. Können wir den Garten nicht mal auch für den Winter gestalten?  Für Frühjahr und Sommer haben wir unendlich viele Ideen, und für den Winter?

Wir können in den Beeten einige Pflanzen stehen lassen, noch etwas Feldsalat aussäen, oder vielleicht Kresse, die noch kurz austreibt, aber nicht mehr Erntegröße erreicht. Dafür haben wir einen bedeckten Boden, der mit Raureif zauberhaft aussieht und im Frühjahr gleich als Gründungung untergearbeitet werden kann.

Große Schneehügel verraten die Stauden darunter und gestalten die Schneedecke. Sie können sich überlegen, ob sie noch alle Pflanzen wissen, die sich da verbergen.

Hatten sie Sonnenblumen, die ihre schweren Blütenteller im Regen beugen und für hungige Gäste bereitstehen? Lassen sie Samenstände stehen, damit sich die letzen Insekten darauf niederlassen können als Futter für andere. Dunkle Fruchtstände kontrastieren gut mit dem weißen Schnee. Der zusammen gebundene Schopf eines Ziergrases ergibt einen funkelnden Blickfang bei Rauhreif in der Sonne. Die Vögel und Insekten bedanken sich für einen nicht perfekt aufgeräumten Garten. Freuen sie sich über ein Stück Wintergestaltung im Garten und über das Leben das im Vorborgenen weitergeht.

Wundermittel Kapuzinerkresse

von Ernst Daller, Gartenbauverein Fischbachau

Diese schön rot oder gelb blühenden Pflanzen kann man wirklich als Wundermittel bezeichnen. Gepflanzt unter Obstbäume halten sie Ameisen und Läuse ab. Schnecken und Mäuse meiden die Kapuzinerkresse, das ist sicher eine willkommene Hilfe im Garten.

 

Die Blätter und Blüten kann man essen oder sie als Gewürz den Speisen beigeben. Der leicht scharfe Geschmack  passt gut zu Salaten und vielen Gerichten. Kapuzinerkresse ist die HEILPFLANZE 2013! Der hohe  Vitamin C Anteil und die Gulcosinolate, welche sich im Körper in Senföle umwandeln, sind  besonders bei Erkältung  und Husten wirksam. Weitere  Heilwirkungen werden in den Fachbüchern beschrieben.

Die Pflanzen sind leicht selbst zu ziehen: Den Samen in lauwarmes Wasser oder Kamillentee ca.5 Stunden einweichen dann gleich an Ort und Stelle in die Erde legen.Anspruchsvoll ist die Kapuzinerkresse nicht. Sie liebt Sonne, etwas Halbschatten geht aber auch. Die beste Zeit zur Aussaat ist ab Mitte Mai, bis Ende Juli.  Der Gartenbauverein wünscht  viel Freude und Erfolg dabei!

Richtig gießen - leicht gemacht

von Resi Krause, Gartenbauverein Irschenberg

Für das richtige Gießen gelten drei einfache Grundregeln:

- Regenwasser ist besser als Brunnen- oder Leitungswasser
- Nicht so häufig (je nach Witterung zwei- bis dreimal in der Woche),
  dafür aber kräftig und nicht nur oberflächlich wässern
- Am besten morgens und nicht abends gießen

Wenn Sie am Abend gießen, muss die Pflanze über Nacht mit den „Füßen“ im kalten Wasser stehen – was ihr nicht gut tut! Außerdem fördern Sie dadurch Schnecken und Pilze.


Standortgerecht gepflanzte Bäume und Sträucher können genügend Wasser aus dem Boden schöpfen. Und viele Kräuter und Stauden vertragen Trockenperioden – das hilft Wasser sparen. 

(aus Natur im Garten)

Die Vorstandschaft wünscht Ihnen allen ein ertragreiches, blühendes und unwetterfreies Gartenjahr und viel Freude bei unseren Veranstaltungen.

Der Kranzlmarkt findet kommenden Samstag, 25.09. im Zuge des grünen Marktes statt. 

Die Obstpresse Gotzing ist wieder in Betrieb!!

 

Ab sofort können wieder Termine unter

0174 5283890 oder

ab diesem Jahr auch Online unter

www.kv-gartenbau-mb.de vereinbart werden.

Das Team der Obstpresse freut sich auf Euch!

Lotusblume

Eine Blume mit Symbol- kraft auf Ihrer Terrasse.
In der Fundgrube mehr dazu.

Der regelmäßige Gartlertreff im Lehrgarten

ist ab 07. Juni endlich wieder aktiv. 

Nächstes Treffen:

06.09.2021

Alle Termine 2021

 im Jahresprogramm

Aktivitäten und Termine
Jahresprogramm_2021.pdf
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